Die Mission

"Ich habe noch viel vor!"

„Wenn man von einer Mission spricht, handelt es sich dabei wortwörtlich um eine Aufforderung zu einer bestimmten Handlung! Handeln – das ist es, was ich machen will und bereits tue! Ich suche das Gespräch mit der Politik, um Grundlegendes zu verändern, was den Umgang mit Gehörlosen in unserem Land anbelangt. Ich möchte Spendenaktionen ins Leben rufen, damit dort Geld ankommt, wo man Nützliches anstellen kann. Ich gebe Ihnen mal ein Beispiel: Sie gehen gerne ins Kino oder Theater? Ich auch. Sind die Filme für Menschen wie mich untertitelt? Leider häufig Fehlanzeige. Und noch was: Menschen, die hier nicht geboren wurden und ältere Leute würden sicherlich auch einen Vorteil daraus ziehen. Das Beispiel „Untertitel“ wirkt auf den ersten Blick wie eine Kleinigkeit aber genau diese kleinen Dinge schaffen mehr Zusammenhalt. In den USA ist das Untertiteln eine Selbstverständlichkeit. Die Gesetzeslage hier lässt leider noch zu Wünschen übrig.

„Meine Mission ist also, den Alltag von Gehörlosen selbstverständlicher zu gestalten.“ Im Umkehrschluss würde ich mir wünschen, dass sich die hörende Welt mehr auf die Stille

einlässt und die anderen Sinne schärft. Ein weiteres Anliegen ist ganz klar, die Situation auf dem Arbeitsmarkt: Viele Gehörlose werden nicht eingestellt, weil man es ihnen schlichtweg nicht zutraut. Ein Trugschluss.

Deshalb: Ich möchte Tatsachen nicht zerreden, sondern das Problem beim Schopfe packen und die Menschen um mich herum unterstützen. Hilfe zur Selbsthilfe ist in meinen Augen dabei der wichtigste Punkt. Im Grunde möchte ich Leuten mit einem ähnlichen Schicksal einen Schubs in die richtige Richtung geben, damit sie erkennen, was sie aus eigener Kraft erschaffen können. Und dabei geht es mir nicht nur um die, die kein Gehör haben! Dadurch, dass ich auf anderem Wege kommuniziere, habe ich bisher viel über den Menschen lernen dürfen und möchte beiden Welten Wege aufzeigen, aufeinander zuzugehen! Denn wenn wir das nicht tun, verpassen wir die schönsten Dinge! Und am Ende spielt es keine Rolle, was uns im Wege steht: wir alle haben unser persönliches Handicap. Reden wir doch einfach zusammen darüber!“