Botschafter

„Was normal ist? Sagen Sie es mir!"

Botschafter deshalb, weil ich vor keinem Gesprächspartner zurückschrecke, um Dinge zu verändern. Sie können mich gerne für naiv halten aber ich bin der Auffassung, dass ein Mensch die Welt verändern kann. Und wenn ich von Veränderung spreche, dann meine ich nicht nur Gehörlose. Es geht mir darum, voneinander zu profitieren und zusammen zu wachsen. Mein Vorhaben beschränkt sich dabei nicht auf Hamburg, sondern ich denke international.

Alltägliche Dinge stellen Gehörlose häufig auf die Probe und viele Situationen, die Ihnen womöglich selbstverständlich erscheinen, sind in der stillen Welt meist ein Kraftakt. Haben Sie sich mal gefragt, ob Ihr Metzger Gebärdensprache kann? Wohl kaum! Wie soll man dann dort einkaufen gehen?

Um genau diese Momente angenehmer zu gestalten, braucht es das Gespräch zwischen jemandem ohne Gehör und der Politik.

Nur wenn ein Austausch mit Betroffenen stattfindet, kann nützliches bewirkt werden, was den Menschen mit diesem Handicap tatsächlich zu Gute kommt. Zusätzlich bewirkt es natürlich, dass das Bewusstsein der Politik geschärft wird und es leichter ist, sich in die Lage des Anderen zu versetzen.

„Und noch etwas ist dabei wichtig: Dass Gehörlose nicht auf ihr Handicap reduziert werden.“ Stattdessen sollte man erkennen, welche Fähigkeiten Menschen entwickeln, wenn ein Sinn ausgeschaltet ist und von diesen profitieren. Ein Mensch der nicht hört, hat zum Beispiel ein viel geschulteres Auge als jemand mit gesunden Ohren. Daraus folgt, dass diese Person völlig andere Ideen entwickelt. Der Idealfall muss doch also sein, dass sich die Menschen – so unterschiedlich sie in ihrer Wahrnehmung sind – zusammen tun, um Großes zu bewirken.

„Wenn Sie mich fragen: Zusammen sind wir besser dran!“

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